zusammenarbeit - Inklusion in eine gemeinsame Arbeitswelt
ZUSA Inklusion

ZUSA gewinnt Bayerischen Miteinander-Preis 2016

Auszeichnung wurde zum zweiten Mal in Schloss Nymphenburg von Sozialministerin Müller verliehen – In Mittelfranken setzte sich ACCESS für die beiden Projekte „Inklusion erlangen" und „ZusammenArbeit" durch – Mit den 2.000 Euro Preisgeld sollen ein Ausstellungs-Audioguide unterstützt und der Besuch von kulturellen Veranstaltungen ermöglicht werden

ERLANGEN – Das Projekt ZusammenArbeit – Inklusion für eine gemeinsame Arbeitswelt (ZUSA) hat gemeinsam mit Inklusion erlangen – in Stadt und Land den im Jahr 2014 ins Leben gerufenen Bayerischen Miteinander-Preis gewonnen. Die bayerische Sozialministerin Emilia Müller verlieh Vertretern der Projekte bei einem Festakt im Münchner Schloss Nymphenburg die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung.

Insgesamt fast 200 Projekte aus allen bayerischen Regierungsbezirken hatten sich für den Preis beworben. „Dass wir bei der Premiere zum Zug kamen, ist für unsere Kooperationspartner, vor allem aber auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine große Anerkennung“, betont Karl-Heinz Miederer, der als Geschäftsführer der Integrationsbegleitung ACCESS an beiden Projekten beteiligt ist. Für Sozialministerin Müller ist der Miteinander-Preis die Gelegenheit, solche Projekte „ins Rampenlicht zu rücken“. Zugleich mache die rege Beteiligung an der Ausschreibung deutlich, „wie großartig das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung gestaltet werden kann“.

Inklusion erlangen: Bildung und Barrierefreiheit

Im Fall von „Inklusion erlangen“ geschieht dies durch Informationsveranstaltungen, Öffentlichkeits- und Pressearbeit, Gremienarbeit, und die Arbeit mit Betroffenengruppen im Landkreis und in der Stadt Erlangen. Dabei geht es beispielsweise darum, notwendige barrierefreie Gestaltungen des öffentlichen Raums oder die Einrichtung bzw. Erweiterung inklusiver Bildungs- und Betreuungsmöglichkeiten für Krippen-, Kindergarten- und Schulkinder durchzusetzen. Im Bereich Bildung und Freizeit werden örtliche Anbieter bei der Umsetzung barrierefreier Angebote unterstützt. Miederer: „Nur durch das enge Miteinander von Kooperations- und Netzwerkpartnern können wir eine nachhaltige Inklusionskultur schaffen.“

ZUSA: Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Im Modellprojekt ZUSA, das von der GGFA/Jobcenter Stadt Erlangen gemeinsam mit ACCESS initiiert wurde, setzen die Kooperationspartner auf die Mitwirkung der Unternehmen. Es geht darum, mit wirksamen Impulsen die bestehenden Maßnahmen zur Förderung arbeitssuchender schwerbehinderter Menschen mit besonderen Vermittlungshemmnissen sowie schwerbehinderter Jugendlicher zu stärken. Kern dieser Maßnahmen ist der Dreiklang Aktivieren, Qualifizieren, Integrieren. Die Jobcenter der Stadt und des Landkreises Erlangen-Höchstadt identifizieren dafür entsprechende Teilnehmer und bieten auf freiwilliger Basis die Teilnahme am Programm ZUSA an. Auch die Agentur für Arbeit kann auf die Angebote zugreifen. Wenn sich die Betreffenden für eine Teilnahme entschieden haben, startet eine dreimonatige persönliche Coaching Phase. Der zweite Baustein ist eine dreimonatige Arbeitserprobung bei einem Kooperationspartner im geschützten Arbeitsmarkt. Dabei werden die Teilnehmer vor Ort begleitet und qualifiziert. Die dritte Phase ist eine Erprobung am ersten Arbeitsmarkt. Nach den Angaben des aus Mitteln des Bundessozialministeriums für drei Jahre geförderten Projekts ZUSA konnten bislang 151 Menschen aktiviert werden, 19 durchlaufen momentan Arbeitserprobungen in Betrieben und Organisationen, 24 Menschen wurden in Beschäftigungsverhältnisse im ersten Arbeitsmarkt vermittelt.

„Es ist uns eine Herzensangelegenheit, Menschen mit Behinderung jeden Bereich in unserer Gesellschaft zu erschließen“, erklärt Karl-Heinz Miederer, „dass beide Projekte gleichermaßen mit dem Preis bedacht wurden, bestärkt uns darin.“ Mit dem Preisgeld soll ein Audioguide zur Ausstellung „An den Rollstuhl gefesselt – die Darstellung von Menschen mit Behinderung in Buch und Film“ (Inklusion erlangen) und die Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben durch die Finanzierung von Eintritten und Mobilität (ZUSA) unterstützt werden.

Den Film zum Preisträger aus dem Bezirk Mittelfranken können Sie mit folgendem Link anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=i_dDHDz5KLY.

Weitere Informationen zum Bayerischen Miteinander-Preis 2016 finden Sie unter www.inklusion.bayern.de.

Bundesministerium für Arbeit und Soziales