zusammenarbeit - Inklusion in eine gemeinsame Arbeitswelt
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Mittwoch, 5.Oktober 2016

Ziemlich beste Chancen!
Der ZUSA-Newsletter _ #4

Respekt vor Leistung.

Wer etwas Besonderes leistet, dem gebührt Respekt. So kann man oft nur staunen und voller Respekt zusehen, wie im Winter die internationale Skisprung-Elite mit unglaublicher Geschwindigkeit von der Schanze springt, nahezu schwerelos durch die Luft gleitet und elegant wieder festen Boden unter den Brettern gewinnt. Respekt sollten wir gleichermaßen auch denjenigen zollen, die täglich Leistungen bringen, die für viele selbstverständlich sind: zum Beispiel die benötigte Kraft, mit den Herausforderungen einer Schwerbehinderung umzugehen, das Durchsetzungsvermögen im täglichen Umgang mit den Mitmenschen - und den Ehrgeiz, am Arbeitsmarkt dennoch zuverlässige, wertvolle und wertschöpfende Leistung zu bringen.

Deshalb haben wir zu unserer nächsten großen Veranstaltung am 6. April 2017 Walter Hofer eingeladen. Er ist FIS-Renndirektor für den Bereich Skispringen und steht wie kein anderer für diesen außergewöhnlichen Leistungssport, der die Massen begeistert. Und auch Verena Bentele, Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, wird dabei sein. Von Geburt an blind, weiß sie nur zu gut, wo die Möglichkeiten und Grenzen von Menschen mit Behinderung liegen. Merken Sie sich den Termin schon einmal vor!

Viel Spaß beim Lesen unserer aktuellen Newsletter-Ausgabe!
Ihr ZUSA-Team

Mit Niederlagen umgehen.

Wenn Jan Müller-Wonnenberg von Niederlagen spricht, dann meint er keine sportlichen oder beruflichen Herausforderungen. Er meint das Leben selbst. Im Alter von 23 Jahren erhält er die Diagnose Multiple Sklerose. Danach folgt kein einfacher Weg mit vielen Niederlagen, bis er schließlich seine Krankheit akzeptiert. ZUSA spielt dabei für ihn eine tragende Rolle: "Ich habe bei ZUSA gelernt, meine Krankheit anzunehmen. Die Frage nach dem "Warum ich?", die ich mir anfangs immer wieder gestellt habe, wurde mit der Akzeptanz der Krankheit irrelevant. Eine Niederlage kann kommen, aber selbst wenn sie noch so bitter ist - es geht weiter."

Lesen Sie hier die ganze Geschichte von Jan Müller-Wonnenberg.

Nicht ganz einfach, aber machbar.

Für "Inklusion exklusiv" ging es in die zweite Runde: Die Projektpartner von ZUSA luden zum bewährten Veranstaltungsformat Vertreter der hiesigen Kreishandwerkerschaft in die Räume von wabene - Begegnungen im Zentrum. Fazit der Arbeitgeber: Menschen mit Behinderung im Handwerk? Nicht ganz einfach, aber machbar. "Mitarbeiter, die eine Behinderung haben, wollen genauso Leistung bringen wie ihre Kollegen - und nicht nur mitlaufen", weiß Siegfried Beck, Kreishandwerksmeister Erlangen-Lauf-Hersbruck und Mitglied im ZUSA-Beirat. Zudem rief er dazu auf, sich mit Inklusion am Arbeitsplatz auseinanderzusetzen und sich über Möglichkeiten in den Betrieben zu erkundigen.

Schritt für Schritt.

"Die Grundidee von Inklusion ist an einer Universität eine Selbstverständlichkeit. Für diskriminierungsfreies und gleichberechtigtes Studieren und Arbeiten engagiert sich die FAU längst, zum Beispiel mit individueller Beratung, mit speziellen Modulen oder mit einer hochengagierten Anlaufstelle für Betroffene. Wie aber lässt sich angesichts alter Gebäude eine flächendeckende Barrierefreiheit realisieren? Wie können wir Prüfungsverfahren für Studierende mit körperlichen Einschränkungen gerecht gestalten? Und wie mit Belastungen umgehen, die nicht offensichtlich sind: mit chronischen körperlichen oder seelischen Erkrankungen etwa? Genau genommen sind wir in Sachen Inklusion erst am Anfang. Ein guter Grund, weiter zu diskutieren. Und Schritt für Schritt dem Ziel ein Stückchen näherzukommen."

Kontakt.

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns, wenn Sie Verstärkung benötigen und eine Teilnehmerin oder einen Teilnehmer zur Arbeitserprobung anfragen möchten. Gerne informieren wir Sie auch über unsere anstehenden Veranstaltungen.


Wenn Sie den Newsletter in anderer Form benötigen (zum Beispiel als pdf oder als offenes Dokument), stellen wir Ihnen diesen gerne zur Verfügung.

Tel. 09131 897-444
zusa@access-ifd.de

Bundesministerium für Arbeit und Soziales